Der weisse Boxer
Hier sehen Sie Asgard´s Frauchen mit Bjami beim Sport...

Bjami & Aida sind begeisterte Sportlerinnen aber........

Asgard mag die ganze Geschichte nicht so...........

dafür aber mit großer Hingabe............

die Damen Bjami ...........
Tüssiiiiiiii
- Meinung eines Wei(ß)sen -
Wir sind echt - so wie wir sind,
wenn auch die Farbe nicht ganz stimmt.
Von der Nase bis zum Schwanz,
sind wir Boxer - voll und ganz.
Anders ist nur die Color -
dies kommt ja auch bei Menschen vor.
War einst anders der Gedanke,
man sah in uns nur Taube, Kranke,
da "weiß" als Rassenschand' verdammt,
hat zur "Endlösung" man sich bekannt.
Die Zeiten ändern sich doch - und
sind denn die Bunten immer g'sund?
Viel' Generationen sind verflossen,
die Weißen kommen - unverdrossen.
Für Boxerzüchter klingt es hart,
ich sag', wir sind die dritte Art.
Vielleicht könnt' man sich überwinden
und an uns auch was Gutes finden.
Was vor hundert Jahr`n beschlossen,
macht man weiter unverdrossen.
Fragt nicht lang, ob alles recht
und macht uns Weiße weiter schlecht!
Beobachtet man uns einige Zeit,
ist man vielleicht zur Toleranz bereit.
Der weiße Boxer ist kein Albino sondern eine Rassefarbe, die fast 100 Jahre als "Fehlfarbe" bezeichnet wurde und daher keinerlei Annerkennung fand. Weiße Boxer wurden sofort nach der Geburt aussortiert und getötet! Eine Grausamkeit des Menschen, der sich hier einfach das Recht nahm, festzulegen, dass weiße Boxer keine Lebensberechtigung haben.
1896 wurde in München der Deutsche Boxerclub gegründet. Man wollte die Hunde als Rasse erfassen und sich einen Überblick verschaffen. Es wurde daraufhin ein Zuchtbuch angelegt. Die Nr. 1 bekam ein Schecke, dessen Vater "Tom" ein weißer Bulldogrüde war. Ein weiterer Urahne unserer heutigen Boxer war "Meta", mit der Zuchtbuchnummer 30. Sie war eine weiße Hündin mit gestromten Fleck am Kopf. Ihr Großvater war ebenfalls "Tom". "Tom" war ein hochgestellter Rüde (Bulldoggen sahen damals noch um einiges anderes aus als heute) und wurde sehr oft zur Zucht herangezogen.
Kurz nach der Jahrhundertwende wurde der sog. Rassestandart erstellt. Es wurde die Anatomie, die Bemuskelung, das Wesen und der Charakter festgelegt. Natürlich wurde auch die Farbe festgelegt. Die Farben "weiß" und "schwarz" wurden zu Fehlfarben erklärt. Vergessen wurde, dass ein Stammvater ein Weißer und auch eine wichtige Stammmutter eine Weiße war.
Man unterstellte den weißen Boxern die selbe Anfälligkeit für Krankheiten wie den "reinweißen" Rassen. Boxer sind aber keine "reinweiße" Rasse! Dies wurde lediglich als Rechtfertigung genutzt, warum man gesunde, weiße Welpen tötet, ausmerzt und mordet. Das Taubheit und Hautkrankheiten bei Albinos oft vorkommen, ist unbestritten, da Albinos bereits von Natur aus kränkliche Wesen sind, da ihnen jegliche Pigmentierung fehlt. Weiße Boxer haben aber lediglich einen Pigmentmangel. Oftmals haben sie einen schwarzen Nasenschwamm, meist sehr dunkle Augen und am Fell irgendwo gelbe oder gestromte Flecken. Wenn nicht am Fell, dann sind zahlreiche schwarze Flecken auf der Haut.
Viele Jahre bemühte man sich, weiße Boxer durch Selektion und Ausmerzung aus der Rasse heraus zu züchten, mit sehr wenig Erfolg! Im Gegenteil, es wird häufig bestätigt, dass weiße Boxer sehr typische Köpfe haben und meist einen stärkeren Knochenbau. Außerdem kann jeder Züchter bestätigen, dass gerade die weißen Welpen in einem Wurf die Kräftigsten sind.
Heute ist es "erlaubt", weiße Boxer aufzuziehen aber nur, weil das Gesetz verbietet, gesunde Tiere zu töten. Dennoch gelten sie weiterhin als "Schandfleck" in der Zucht. Die Dunkelziffer der illegal getöteten weißen Boxer ist sicher noch sehr hoch, denn es ist weder für den Rüden noch für die Hündin zuträglich aus einem Wurf mit weißen Welpen zu stammen. Mittlerweile erhält man (großzügiger Weise) Papiere, aber von Zucht und Ausstellungen sind weiße Boxer weiterhin ausgeschlossen. Die Papiere sind mit dem Stempel "Zucht- und Ausstellungsverbot" versehen! Es wird weiterhin als Tarnmäntelchen für die Öffentlichkeit argumentiert, dass eine höhere Krankheitsanfälligkeit besteht. Wissenschaftlich ist dies nicht haltbar, da keinerlei Studien über den Zusammenhang weißer Fellfarbe und bestimmten Erkrankungen beim Boxer existieren. Und wie hätte man die erhöhte Krankheitsanfälligkeit zum damaligen Zeitpunkt feststellen können, da man die arme Tiere bereits nach der Geburt getötet hat?!
Es bleibt festzuhalten, dass es keinerlei Begründung und Nachweise für die angeblich höhere Krankheitsanfälligkeit der weißen Boxer gibt. Im Gegenteil, weiße Boxer haben die schönere Kopfform, den kräftigeren Knochenbau und die stämmigere Statur!